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Scovilliers

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Die Scovilliers

Scovilliers sind die Feinschmecker scharfer Saucen. Derzeit stehen Scovilla eine Hand voll dieser hochkarätigen Experten zur Verfügung um den Charakter von Hot Sauces zu beschreiben. Der Scovillier ist berechtigt private und auch öffentliche Degustationen durchzuführen. Dieser Titel wird in der Regel bei fundamentierten Kenntnissen im Bereich der Capsaicin-Verkostung meist in Verbindung mit besonders herausragendem Entertainment beim Genuss von Capsaicin verliehen.

Andreas alias Yves de la Croix:
Yves de la Croix ist Feinschmecker und nach eigener Aussage „nur“ Hobbykoch. Dabei ist er in der haute cuisine zuhause und so mancher Chefkoch schaut sich gern die eine oder andere Raffinesse bei ihm ab. Eigentlich ist er Halbfranzose, hat sich aber erbarmt und hält sich meistens in Deutschland auf. Hier will er, wie er sagt „beim kulinarischen Wiederaufbau mitzuwirken“. Wenn er nicht gerade kocht, hält er sich gerne bei einem Glas Châteauneuf-du-Pape oder am Steuer seiner Yacht auf, wo er lieber seinen Smutje machen lässt. Er selbst behauptet: “Schärfe potenziert jedes Geschmackserlebnis. Erst durch Schärfe habe ich die Vielseitigkeit des Schmeckens erfahren dürfen. Das kommt mir jetzt bei der Beurteilung ausgesuchter Weine zu Gute.“

Herr Eckerlein:
Herr Eckerlein ist (nicht nur) ein hart gesottener Biker und jemand, der zu Recht behaupten kann, die Welt gesehen zu haben. Auch wenn er mittlerweile sesshaft geworden ist, besteht sein Urdrang nach permanenter Grenzüberschreitung weiter. „Scharfe Saucen sind für mich so wichtig wie Essen und Trinken. Durch die Überdosierung der Scoville konfrontieren mich natürlich erst mal unglaubliche Schmerzen. Diese wandern von meiner Zunge in mein Körperinneres und führen in der Regel zu einem raschen Kollabieren meiner Sinne. In diesem Moment fühle ich alle Macht der Welt in mir und mir ist klar welchen Platz ich hier habe.“ Seine Kollegen haben diese Zustände zunächst mit Sorge verfolgt. Diese halten etwa 10 Minuten an. Erst im Anschluß daran ist wieder eine normale Konversation möglich. Herr Eckerlein beschreibt die Zeit danach: „Wenn der Schmerz über die Stunden dann so langsam abklingt, falle ich in ein Gefühl tiefer Zufriedenheit und Entspannung. Bereits am darauf folgenden Tag sind in der Regel auch die Nachwirkungen verschwunden und die Sehnsucht nach dem Kick kommt wieder.“ Trotzdem hält sich der bewusste und überdosierte Konsum in Grenzen. „Mehr als 2 bis 3 mal die Woche brauche ich das nicht!“
HD alias Melow D:
HD ist DJ und neu in der Truppe. Er war von Anfang an begeistert. Wo andere mit der Schärfe kämpfen, verfällt er in eine Euphorie der Redseligkeit. Weggefährten berichten: „Es ist unglaublich welches Sprachgenie da zu Tage tritt. Wenn HD gerade mal wieder die Zunge mit Capsaicin beträufelt, kommen da etwa 250 Wörter pro Minute aus ihm heraus. Wir haben das mal aufgenommen und gezählt. Erst beim langsamen Abspielen haben wir es verstanden.“ Auf die Frage nach dem Inhalt seiner Reden erhielten wir nur Kopfschütteln und Abwinken. HD selbst hat da eine andere Sichtweise seiner Outcomings. „Ich komme mir da vor wie ein Fernseher der über 100 Programme gleichzeitig senden muss. Auch bei dieser hohen Informationsdichte können meine Zuhörer meistens noch alles verstehen. Fragen kommen da selten. Für mich ist es absolut essenziell, mich mitzuteilen und verstanden zu werden.“ Dank der Hot Sauces hat er jetzt seinen Weg gefunden.
Doc:
Doc ist DER Mann nicht nur in dieser Stadt. Er weiß, wo was geht, und sorgt dafür, dass was geht. Das ist schließlich auch sein Job, denn er ist Verleger, Booking-Agent, Veranstalter und PR-Mann und sorgt dafür, dass das Partypublikum auf seine Kosten kommt. Doc hat längst die aphrodisierende Wirkung von Capsaicin entdeckt und schwärmt. „Bevor ich losziehe geb´ ich mir schon immer eine kleine Ladung Hot Sauce. Da spring´ ich gleich an und die Mädels kriegen natürlich auch sofort mit, dass da was geht. Wenn die dann bei mir zu Hause sind und meine Saucensammlung sehen, kapieren die das erstmal überhaupt nicht. Aber nach einem kleinen Tasting stellt sich dann doch ziemlich schnell raus, wer da bleiben kann."
Sandra:
Schon als Kind verblüffte Sandra ihre Eltern als Sie Tabasco-Flaschen wie Hustensaft leertrank. „Ich nehme das zu mir, was mir gut tut. Zeitweise kann ich gar nichts mit Schärfe anfangen aber dann habe ich auf einmal wieder Lust auf was Scharfes. Zum Glück gibt es mittlerweile wirklich ordentliches Material (hier sind die Hotsauces gemeint), da reicht mir meistens schon eine Flasche.“ Was die Schärfetauglichkeit ihrer männlichen Kollegen angeht, hat sie da kleinere Verständnisschwierigkeiten. „Ich kapier´ echt nicht was das soll, mit dem ewigen Gehabe und den blöden Sprüchen. Die geben sich jeder gerade mal 3 Tropfen ins Essen und befinden sich dann plötzlich Mitten im Pubertätswahn. An eine ernsthafte Unterhaltung ist da nicht mehr zu denken, weil´s die immer gleich total weghaut. Aber bei Manchen braucht es halt noch etwas Zeit.“












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